Die 1096 urkundlich erstmals erwähnte Burg besitzt mit der 21,5 m hohen Restruine des Wohnturms aus dem 14. Jahrhundert ein Denkmal längst vergangener Zeiten. Die Burg war Hauptsitz derer von Bocholtz über fünf Jahrhunderte. Im Siebenjährigen Krieg 1756 bis 1763 wurde sie zerstört und ist Zeitzeuge einer dunklen Epoche. Viele Bocholtzer waren verbunden mit der deutschen und europäischen Geschichte. Weltliche und geistliche Adelige in Köln, Bonn, Aachen, Mönchengladbach, Cornvey, Lüttich, Geldern usw. sind in alten Geschichtsbüchern verewigt. Das Wappen der Bocholtzer trägt drei Leopardenköpfe im Schild und war lange Stadtwappen der Nettetaler. Ein 2006 neu aufgelegtes Buch vom Historiker Theo Optendrenk abgeleitet von den großen Fahnenbüchern der Kölner und Niederrhein-Geschichte beschreibt die Zeit der Bocholtzer.
Das Torhaus aus dem 15. Jahrhundert
Die Burganlage mit dem mächtigen Torhaus von 1450 besitzt eine eigene Kapelle und zwei große (67 m²) Räumlichkeiten darüber. Das Torhaus ist eines der wenigen Baudenkmäler die baulich nicht verändert wurden. Die alte Treppenstiege ist ebenso unverändert wie der Dachstuhl mit seinen vier Erkern. Lediglich das Schindeldach ist in den 60er Jahren erneuert worden.
Baujahr
• Erste urkundliche Erwähnung 1096
• Torhaus 1450
• Vorburg bzw. landwirtschaftliche Nutzung 15. Jahrhundert bis 1988
• Vom 13. Jahrhundert bis 1748 Adelsbesitz derer von Bocholtz (13 Dynastien)
• Seit 1748 bis heute bürgerliche Nutzung
• 13 Generationen Bürgerliche laut Kirchenregister
Die Räumlichkeiten
Neben den Eventräumlichkeiten, nur für geschlossene Veranstaltungen genutzt, beherbergt die Burganlage noch drei großzügige Wohneinheiten mit 105, 100 und 130 m² große Wohnungen. Jede Wohnung ist für sich alleine zugänglich. Getrennte moderne Heizungsanlagen, zwei Wohnungen haben jeweils zwei Badezimmer, teilweise Fußbodenheizung, separate Kamine für Kaminöfen und eigene Gärten sind für die Bewohner ein Idyll im Idyll.
Das Haupthaus mit ca. 430 m² Wohnfläche, darin enthalten ein ca. 72 m² großer Wellnessbereich, einem viktorianischen Wintergarten und einem integrierten Büro vermittelt herrschaftliches Wohnen. Teilweise auch hier Fußbodenheizung, drei Kachelöfen, drei Bäder und sechs Zimmer sowie eine riesige Küchen- und Esszimmerlandschaft runden den Wohntraum ab. Die vorlagerte Terrasse zum 850 m² großen Vierkant-Olivenhof ist ebenfalls atemberaubend wie der englische Bauerngarten hinter dem Haus.
Weitere Räumlichkeiten
Eine Werkstatt, ein Hühnerstall, Abstellräume und die Scheunenanlage inklusive Heubodens mit fast 800 m² Lagermöglichkeiten auf zwei Etagen.





